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Die Videothek

// Videothek

Seit 1992 unterhält die Fondation eine Sammlung von Videodateien ehemaliger Deportierter.

Da die Kosten für ein solches Projekt sehr hoch sind, wurde beschlossen die Zahl der aufgenommenen Zeitzeugen auf 100 zu begrenzen.

Durch diese bescheidene Anzahl an Videos wurden folgende Kriterien zur Auswahl der Zeitzeugen herangezogen, um die Deportation soweit wie möglich in allen Facetten darzustellen:

  • Die Motive der Verhaftung (Verfolgung oder Unterdrückung)
  • Das Ziel der Deportation (welches Lager in welchem Land)
  • Status der Person (soziale Herkunft, Geschlecht)
  • Ideologisches und politisches Umfeld der Person, Religion

Die Aufzeichnungen sind vom IFOREP (Institut de Formation de Recherche et de Promotion) durchgeführt worden, die gleichzeitig die Montage und den Leitfaden erstellte.

Die Originalaufnahmen wurden dem Nationalarchiv / der Abteilung für die Geschichte des 20. Jahrhunderts zur Verfügung gestellt. Die Fondation und der Zeuge selbst besitzen eine Kopie der Aufnahmen.

Das Ziel der Aufnahmen ist vor allem:

  • Die Unterstützung der Unterrichtsvorbereitung in Schulen, das Aufrechterhalten der Erinnerungen, wenn alle Zeugen verstorben sind
  • Die Bereitstellung für Forscher, Historiker, Journalisten und Autoren

Die Regeln und Umstände einer möglichen Nutzung der Videothek sind noch nicht festgeschrieben. Sie werden in Kürze mit dem Nationalarchiv abgesprochen. Im Moment sind die Zeugenberichte leider noch nicht öffentlich zugänglich.

// Die Audiothek

1997 hat die Fondation ein neues Projekt zur Aufnahme von Zeugenberichten in Form von Audiodateien gestartet.

Der sogenannte Audiothek-Ausschuss wurde gegründet, um eine Sammlung von 400 Audiodateien zu führen, die im Durchschnitt etwa 2 Stunden lang sind.

Verschiedene Fördergruppen (Amis de la FMD, Stiftungsnetzwerk, Amis de déportés et internés und Familien von Deportierten)  haben sich in ganz Frankreich gebildet, um das Projekt zu unterstützen.

Diese Gruppen sind im Besitz von einem Leitfaden („Dossier équipe“), der vom Ausschuss entwickelt wurde und Rahmenabkommen, die von den Zeitzeugen zu unterschreiben sind.

Die fertigen Aufnahmen werden im Nationalarchiv / der Abteilung für die Geschichte des 20. Jahrhunderts gelagert und bilden eine Einheit zusammen mit den Videokassetten, den Rahmenabkommen und  den Notizen der Deportierten.

Des Weiteren werden Zusammenfassungen erstellt, die es erlauben, die Berichte in Sequenzen zu unterteilen. Diese werden dann vom Nationalarchiv digitalisiert und sollen die Arbeit mit den Audiodateien erleichtern.

Sie wurden deportiert oder interniert und möchten gern ihre Geschichte erzählen?
Dann kontaktieren Sie bitte:

Cyrille Le Quellec
Tel.: 01 47 05 81 26
E-Mail: internement.centredoc@fmd.asso.fr

Sie möchten gern einer Gruppe beitreten, interessante Interviews führen und Geschichten entdecken?
Dann kontaktieren Sie uns:

  1. FMD | 2. AFMD

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