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Ausstellung | Die Befreiung der Konzentrationslager

Die Befreiung der Konzentrationslager
Eine Ausstellung der Fondation pour la Mémoire de la Déportation

Zum Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager im April 2010 hat die Fondation eine Ausstellung entworfen, die die Geschichte der Befreiung der Lager nachzeichnet. Sie besteht aus 30 Plakaten.

Die Ausstellung wurde aus folgenden Gründen zusammengestellt:

  • Die Bedingungen, unter denen die Lager nach und nach erreicht und befreit wurden, sind wenig bekannt.
  • Die schrittweise Auflösung der Strukturen der Reichskommandatur und der SS haben unterschiedliche Entscheidungen der verantwortlichen Nationalsozialisten, der Lagerführung und ihren Untergebenen zur Folge. Das führte zu ganz neuen Verbrechen oder im Gegenteil zu Ungehorsam gegenüber den Vorgesetzten. Es herrschte einerseits die Angst gehorchen zu müssen, andererseits die Unmöglichkeit die gegebenen Befehle auszuführen.
  • Die Rolle des internationalen Lagerkomitees als Untergrundbewegung im Widerstand konnte je nach Lager in den letzten Tagen vor der Befreiung unterschiedlich schwer wiegen.
  • Die Dramen in den Konzentrationslagern haben die Befreiung geprägt, die nicht aufgehört hat zu enden und die für viele Häftlinge zu spät kam.
  • Die damals unaufhörlichen und ohne historische Analysen verbreiteten Bilder von gefilmten Kadavern oder Fotos aus den sogenannten „Sterbeheimen“ haben die Aufnahme der Geschehnisse im weltweiten Bewusstsein geprägt und verworren.
  • Man erinnert sich wenig daran, was aus den Überlebenden wurde, die in eine vom Krieg und deren Folgen gebeutelte Gesellschaft zurückkehrten.

Die Ausstellung in 30 Plakaten
Die Ausstellung beginnt mit drei Plakaten, die an die Realität im Konzentrationslager und das Ausmaß des Völkermordes erinnern. Das vierte Plakat ist dem Untergang des Dritten Reiches gewidmet.
Es folgen ein kurzer chronologischer Bericht über die ersten Befreiungen im Westen und Osten im Jahr 1944 (5, 6) und ein kurzer Abriss der Situation im Innern der Lager während des Heranrückens der Alliierten im Frühling 1945 (7, 8, 9). In diesem Zusammenhang wird auch die Rolle der Internationalen Komitees behandelt und nachvollzogen unter welchen Bedingungen die Autoritäten in den Lagern die Evakuation der Häftlinge, zu Fuß oder mit anderen Mitteln vorantrieben. Dazu werden die verschiedenen Intentionen der Räumung erläutert, sowie die Umstände, unter denen diese schließlich vollzogen wurde.
Das Plakat Nummer 18 zeigt die « Sterbeheime » (an verschiedenen Orten 1944 und Anfang 1945 errichtet), wovon Bergen-Belsen als das bedeutendste gilt. Die Plakate 1920 und 21 sind den Tragödien der Todesmärsche gewidmet. Die folgenden Plakate (22 bis 28) beschreiben, was die Alliierten vorfanden, als sie in den Lagern ankamen und die Umstände, unter denen sich einige Befreiungen vollzogen haben.
Schlussendlich laden die Plakate 29 und 30 den Betrachter dazu ein, über die Schwierigkeiten der Rückkehr der Gefangenen und deren Konfrontation mit einer Welt, die sie sich niemals vorgestellt und zu der sie den Bezug verloren hatten, nachzudenken.

Die 30 Plakate befinden sich in zylinderförmigen Boxen und enthalten einen Aufsteller zum Ausklappen und Aufstellen. Die Konstruktion benötigt keine Wandbefestigung.

Alle Plakate im Überblick

Panneau 01 | Panneau 02 | Panneau 03 | Panneau 04 | Panneau 05 | Panneau 06
Panneau 07 | Panneau 08 | Panneau 09 | Panneau 10 | Panneau 11 | Panneau 12
Panneau 13 | Panneau 14 | Panneau 15 | Panneau 16 | Panneau 17 | Panneau 18
Panneau 19 | Panneau 20 | Panneau 21 | Panneau 22 | Panneau 23 | Panneau 24
Panneau 25 | Panneau 26 | Panneau 27 | Panneau 28 | Panneau 29 | Panneau 30

Leihbedingungen

Die Ausstellung besteht aus 30 autonomen Plakaten jeweils begleitet von einem Aufsteller.

Gewicht des Plakats + Aufsteller = 2,2 kg

Gewicht des Plakats + Aufsteller + Box = 3 kg

Die Ausstellung kann gemietet werden (15€ pro Woche). Voraussetzung dafür ist eine Versicherung, die das Risiko eventueller Schäden abdeckt, sowie die Verfügbarkeit der Ausstellung zum gewünschten Zeitpunkt und die Übernahme der Transportkosten.

Die Ausstellung kann an einen von Ihnen gewünschten Ort versendet werden oder in den Räumlichkeiten der Fondation abgeholt werden.

Weitere Informationen und Bestellungen bei

Cyrille Le Quellec

Tel. 01 47 05 81 26
E-Mail: internement.centredoc@fmd.asso.fr

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