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Lettre d’information | Gedenkstätte und Museum Trutzhain, Einladung zu den Aprilveranstaltungen 2017

Am Sonntag, den 23. April 2017 zeigen wir um 18.00 Uhr ein Theater-Recherche-Projekt des Freien Theaters Mittendrin aus Fulda zum Thema

„Fluchtgedanken 3.0: Über das Leben in der neuen Heimat“

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Was ist Heimat? Was bedeutet es, seine Heimat zu verlassen – verlassen zu müssen? Ist es möglich, eine zweite Heimat zu finden?

Mit diesen Fragen begaben sich die beiden Theaterfrauen auf Spurensuche und führten Interviews mit drei Personengruppen: den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die nach dem 2. Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland kamen. Den Gastarbeitern, die zwischen 1955 – 1973 zur Arbeit nach Deutschland geholt wurden und diejenigen, die in den vergangenen Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten kommend in Deutschland Zuflucht suchten.

Diese Menschen und ihre berührenden Geschichten stehen im Mittelpunkt des Theaterstücks. So unterschiedlich wie die Erzählerinnen und Erzähler sind auch die Länder aus denen sie kommen und die Gründe, die Heimat zu verlassen.

Nach der Theateraufführung würden wir gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen: von Lebensgeschichten, Begegnungen mit dem „Fremden“ und Fluchterfahrungen hören und gemeinsam über das Gefühl von Heimat und Ankommen nachdenken.

Der Eintritt ist frei!

Am Dienstag, den 25. April 2017, 19.00 Uhr wird die Historikerin Dr. Katharina Stengel ihr Buch zum „Nationalsozialismus in der Schwalm 1930 – 1939“ vorstellen

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Die Schwalm gehörte zu den Regionen, in denen der Nationalsozialismus um 1930 einen rasanten Aufstieg erlebte. Die Stimmanteile für die nationalsozialistische Partei vervielfachten sich innerhalb weniger Jahre. Zu Beginn des „Dritten Reiches“ war die Region zu den stabilen  Hochburgen der Nazis, in den Dörfern wurde fast einstimmig für die NSDAP votiert.

In ihrem Vortag stellt Katharina Stengel ihre viel beachtete Regionalstudie vor. Wie in ihrem Buch geht sie dabei der Frage nach, welche Voraussetzungen es für den „Erfolg“ der NSDAP vor Ort gab. Wieso war der Antisemitismus so weit verbreitet? Was machte die Anziehungskraft der Nationalsozialisten aus und wieso wirkte sie gleichermaßen auf die bäuerliche Landbevölkerung, die kleinstädtischen Handwerker und Beamten, die Evangelische Kirche und die bürgerlichen Honoratioren? Weiter wird danach gefragt, wie sich die nationalsozialistische Herrschaft in der Region ab 1933 etablierte, welche Folgen sie für die vielen Anhänger und wenigen Gegner hatte, wo sie auf Widerstand stieß und wie sie sich im Laufe weniger Jahre immer weiter radikalisieren konnte, bis hin zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Dabei geht es auch um die Situation deren, die die Nationalsozialisten als „Volksfeinde“ ausgemacht hatten: die Juden, die „Zigeuner“, die Kranken und Behinderten, die Strafgefangenen und die politische Opposition.

Die Entwicklungen und Konflikte vor Ort werden dabei zur „großen Politik“ in Bezug gesetzt, die in Berlin oder München gemacht wurde.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Schwalm-Eder und dem Buchladen Hexenturm Treysa statt.

Ort der Veranstaltung: Franz von Roques Haus, Töpferweg 19, 34613 Schwalmstadt-Treysa


Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Seilerweg 1

34613 Schwalmstadt-Trutzhain

Tel. 06691 710662

Fax 06691 710663

info@gedenkstaette-trutzhain.de

www.gedenkstaette-trutzhain.de

 

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