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Lettre d’information | Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Newsletter September 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der Gedenkstätte und Museum Trutzhain,

 

unser Veranstaltungskalender für das 2. Halbjahr 2017 ist fertiggestellt und befindet sich im Anhang dieser Mail. Wie gewohnt möchten wir Sie/ Euch damit über unsere kommenden Veranstaltungen und Angebote informieren und dazu ganz herzlich einladen.

 

 

Anlässlich des Antikriegstages wird am 1. September 2017 um 17.30 Uhr auf der Mahn- und Gedenkstätte Waldfriedhof Trutzhain in einer Gedenkveranstaltung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert. Die Veranstaltung des DGB Ortsverband Schwalmstadt findet in Kooperation mit der Gedenkstätte und Museum Trutzhain statt.

Am Samstag, den 9. September 2017, 14.00 Uhr bieten wir unsere monatliche offene Geländeführung an. In dem etwa zweistündigen Rundgang wird die in Hessen wohl einzigartige Geschichte Trutzhains näher erläutert. Treffpunkt: Museum, Seilerweg 1 in Schwalmstadt-Trutzhain.

Am Sonntag, den 10. September 2017 wird der Tag des offenen Denkmals begangen, der in diesem Jahr unter dem Motto „MACHT und PRACHT“ steht.

Während des Zweiten Weltkrieges entstand mit dem STALAG IX A Ziegenhain ein Ort, in dem der Missbrauch von Macht gegenwärtig war. Tausende Kriegsgefangene aus Frankreich, Polen, Italien und der Sowjetunion wurden unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen von der Wehrmacht hinter Stacheldraht festgehalten. Die historischen Gebäude zeugen heute noch von ihrer früheren Bestimmung.

Nach Ende des Krieges diente das ehemalige STALAG der amerikanischen Armee als Internierungslager für Deutsche. Zwischen 1946 und 1947 wurde in den Baracken eine Unterkunft für osteuropäische Juden eingerichtet, ab 1948 erhielten Ostflüchtlinge und Vertriebene aus dem Sudetenland dort eine neue Heimat. Sie gründeten 1951 den heutigen Ort Trutzhain. Zu den Vertriebenen gehörte Familie Egelkraut,

  die ihre im Egerland betriebene Weberei in Trutzhain wieder aufbaute und dort bis heute besonders prachtvolle Stoffe webt.

Am Tag des offenen Denkmals kann die einzigartige Geschichte dieses Ortes unter dem Blickwinkel von  „Macht und Pracht“ noch einmal nachvollzogen werden.

Um 10:30 Uhr findet die Filmvorführung „Erinnerungen an ein Kriegsgefangenenlager“ mit anschließendem Rundgang durch die ehemalige Barackensiedlung statt. Dabei wird verdeutlicht, wie über mehrere Jahre Macht an diesem Ort ausgenutzt und missbraucht wurde. Doch keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass in der Folge in einer Weberei auch Prachtvolles entstehen würde.

Um 14 Uhr besteht die Möglichkeit, Deutschlands einzige Brokatweberei zu besichtigen. Helmut Egelkraut erzählt von der Geschichte der Firma und von außergewöhnlichen Auftragsgebern, für die einzigartige und auserlesene Gewebe produziert wurden. Unter anderem stellte die Weberei in Kooperation mit der Kassler Werkakademie für Gestaltung Messgewänder für die katholische Kirche „Maria Hilf“ in Trutzhain her, die anschließend anzuschauen sind.

Das Museum ist an diesem Tag von 10-17 Uhr geöffnet.

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