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Projection | Vortrag « Das Notaufnahmelager für jugendliche Flüchtlinge aus der DDR » und Filmvorführung « Ludwigs Absprung »

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel lädt ein:

Dienstag, 3. Oktober 2017

19.00 Uhr

Das Notaufnahmelager für jugendliche Flüchtlinge aus der DDR

Ein Vortrag von Dr. Andrea Genest

Ludwigs Absprung

Dokumentarfilm, D, 2016, 40 min., Regisseurin: Karla Sonntag

Ort: Gedenkstätte Lager Sandbostel (Foyer im Ausstellungsgebäude), Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

– Eintritt frei –

Eine Veranstaltung der
Stiftung Lager Sandbostel/Gedenkstätte Lager Sandbostel

Greftstr. 3
D – 27446 Sandbostel
Telefon: 04764 – 22 54 810
E-Mail: info@stiftung-lager-sandbostel.de
Internet: www.stiftung-lager-sandbostel.de

Dr. Andrea Genest, die Kuratorin der 2013 eröffneten Ausstellung zur Nachkriegsgeschichte des Stalag X B Sandbostel, gibt eine Einführung in den Alltag des am 1. April 1952 am Standort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag X B eröffneten „Notaufnahmelagers für jugendliche, männliche Flüchtlinge aus der DDR“.
Die Jugendlichen blieben in der Regel nur ein bis zwei Wochen im Notaufnahmelager Sandbostel. Gleichzeitig waren etwa 800 männliche Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren angebracht. In Sandbostel kamen täglich etwa 100 neue Flüchtlinge an, ungefähr die gleiche Zahl verließ jeden Tag das Lager.
Ein Aufnahmeausschuss entschied im Lager über die Anträge auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin. Zugleich half das Arbeitsamt bei der Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
Bis zur Schließung des Lagers noch vor dem Bau der Mauer fanden über 250.000 Jugendliche über Sandbostel ihren Weg in die Bundesrepublik. Einer von Ihnen war Ludwig Sasse, der 1956 als Minderjähriger alleine aus der DDR flüchtete.


Blick über einige Verwaltungsgebäude auf die ehemalige Lagerküche des Kriegsgefangenenlagers (Bildmitte) und die 1957 errichtete evangelische Lagerkirche (im Hintergrund ist am linken Rand der Kirchturm zu sehen). GLS


Ansicht der zu Unterbringung der Jugendlichen weitergenutzten Unterkunftsbaracken der sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Baracken sind jetzt mit Namen und Wappen der ehemaligen ostdeutschen Provinzen versehen (Ostpreußen, Schlesien, Pommern usw.). GLS

Ludwig Sasse studierte 1956 zunächst in Dresden an der Fachschule für Eisenbahnwesen und war Repressalien ausgesetzt, nachdem er sich als Mitglied der Jungen Gemeinde weigerte der FDJ beizutreten und bei einer Abstimmung zur Einführung der Wehrpflicht als Einziger dagegen gestimmt hatte. Danach verließ er die DDR vor dem Bau der Mauer, durchlief fünf verschiedene Lager, unter anderem das Notaufnahmelager in Sandbostel und erlebte das Wirtschaftswunder im Westen Deutschlands.
Die Bremer Filmemacherin Karla Sonntag hat einen einfühlsamen Dokumentarfilm über „Ludwigs Absprung“ und über deutsche Zeitgeschichte von 1956 bis 1967 gedreht. Selbst gemalte Bilder von Ludwig Sasse illustrieren das Gespräch zwischen den Generationen.
Die Regisseurin wird an dem Abend anwesend sein.


Jugendliche vor der Unterkunftsbaracke Nr. 2 « Pommern ». GLS

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Stiftung Lager Sandbostel ǀ Gedenkstätte Lager Sandbostel
Anschrift: Greftstr. 3, 27446 Sandbostel
Tel.: +49 (0)4764 - 22 54 810
Archivanfragen: archiv@stiftung-lager-sandbostel.de
Besucherbetreuung: besucherbetreuung@stiftung-lager-sandbostel.de
Veranstaltungen: veranstaltungen@stiftung-lager-sandbostel.de
Allgemein: info@stiftung-lager-sandbostel.de
Homepage: www.stiftung-lager-sandbostel.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 16.00 Uhr
Sonn- und Feiertags 12.00 bis 16.00 Uhr (Nov. bis Feb.), 11.00 - 17.00 Uhr (Mrz. bis Okt.)
(vom 21.12. - 4.1. ist die Gedenkstätte geschlossen)
Öffentliche Rundgänge jeden zweiten und vierten Sonntag eines Monats um 14.00 Uhr.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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