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Lettre d’information | STIFTUNG DENKMAL – Oktober/ November 2017

  1. Oktober 2017, 12 Uhr –  » … abgeholt!« – Gedenken an den Beginn dernationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 76 Jahren

19.–22. Oktober 2017 – »Ake Dikhea?« – Festival of Romani Film

  1. Oktober 2017, 19 Uhr – »Schneise der Vernichtung« – Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe »75 Jahre Schlacht von Stalingrad« (2017/18)
  2. November 2017, 17:30 Uhr – »Gegen das Vergessen« – Ausstellungseröffnung
  3. November 2017, 18 Uhr – »Es gibt kein Verzeihen oder gar Vergebung …« – Zeitzeugengespräch mit Leon ›Henry‹ Schwarzbaum und Anne Will
  4. November 2017, 11 Uhr – »Zerstörte Kindheit und Jugend. Mein Leben und Überleben in Berlin« von Regina Steinitz – Lesung zum Bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesung
  5. November 2017, 19 Uhr – »Wendepunkt Stalingrad« – Podiumsgespräch im Rahmen der Veranstaltungsreihe »75 Jahre Schlacht von Stalingrad« (2017/18)
  6. November 2017, 12 Uhr bis 20 Uhr – »Everyday is Romaday!Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland« – Konferenz

 

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Mehr Informationen zu den Veranstaltungen:

»… ABGEHOLT!« – GEDENKEN AN DEN BEGINN DER NATIONALSOZIALISTISCHEN DEPORTATIONEN VON JUDEN AUS BERLIN VOR 76 JAHEN
18. Oktober 2017, 12 Uhr, Mahnmal »Gleis 17«, S-Bahnhof Grunewald, 14193 Berlin 

Die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, das Land Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, die Inge Deutschkron Stiftung und die Deutsche Bahn Stiftung laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Gedenkveranstaltung am Mahnmal »Gleis 17« am Mittwoch, den 18. Oktober, um 12 Uhr ein.

Zum Thema

Am 18. Oktober 1941, vor 76 Jahren, verließ der erste Berliner »Osttransport« mit mehr als 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung »Litzmannstadt« (Łódz´). Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit ab. Ziele der Transporte waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Minsk, Kowno, Riga, Piaski, Warschau, Theresienstadt, Sobibor, Rasik, Auschwitz und Sachsenhausen. Mit dem ersten Transport wurde auch Leonore Tannenwald, geb. Jessel, verschleppt. Sie stammte aus Stettin und wohnte verwitwet in Berlin-Schöneberg, Innsbrucker Straße 39. Ihren Kindern und Enkeln war zuvor die Immigration in die USA und nach Palästina gelungen. Einen Tag nach ihrem 71. Geburtstag wurde Leonore Tannenwald abgeholt und am 8. Mai 1942 in einem Gaswagen in »Kulmhof« (Chełmno) ermordet. Insgesamt wurden bis zu sechs Millionen Kinder, Frauen und Männer Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Juden Europas, darunter mehr als 50.000 aus Berlin.

PROGRAMM
Begrüßung
Prof. Dr. Günter Morsch, Vertreter der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Grußworte
Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin
Gedenkrede
Margot Friedländer (*1921) lebte bis zu ihrer Verschleppung nach Theresienstadt 1944 im Untergrund in Berlin.

Beiträge von Berliner Schülerinnen und Schülern des Hermann-Ehlers-Gymnasium Berlin-Steglitz zu Biografien von Deportierten

Musikalische Umrahmung durch die Akkordeonistin Isabel Neuenfeldt

Am Ende der Veranstaltung werden weiße Rosen am Bahnsteig niedergelegt.

Bitte bringen auch Sie eine mit! Herzlichen Dank.

»AKE DIKHEA?« – FESTIVAL OF ROMANI FILM 
19. bis 22. Oktober 2017, Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Unter der Schirmherrschaft von Dr. Klaus Lederer findet das erste Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? in Berlin statt. Die Festivalfilme fokussieren sich auf das Leben von Roma in Europa – und setzen sich dabei kritisch mit der europäischen Gesellschaft auseinander.Der Name ist Programm: Das Festival stellt die Frage „Ake dikhea?“ – übersetzt: „Na, siehst Du?“. Dabei wird gegen die Blindheit gegenüber der vielfältigen, komplexen Realität angekämpft, die den weit verbreiteten, stereotypen Vorstellungen über Roma und Sinti nicht entspricht. Das Filmfestival, das anlässlich des fünften Jahrestages der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Deutschlands stattfindet, stellt an die ausgewählten Filme drei Ansprüche: Authentizität, Individualität und gesellschaftliche Relevanz.

Neben wichtigen Filmen umfasst das Festivalprogramm unter anderem eine Podiumsdiskussion und einen Workshop zur Darstellung von Roma im Film; es werden Aufführungen für Schulen sowie ein Filmworkshop für Jugendliche angeboten, in dem der Film als Selbstermächtigungsmittel vorgestellt wird. Es dürfen natürlich Diskussionen mit den Filmemacher*innen nicht fehlen.

 

Nähere Informationen zu dem Programm finden Sie unter http://roma-filmfestival.com/?lang=de

 

»SCHNEISE DER VERNICHTUNG« – PODIUMSGESPRÄCH IM RAHMEN DER VERANSTALTUNGSREIHE »75 JAHRE SCHLACHT VON STALINGRAD« (2017/18)
24. Oktober 2017, 19 Uhr, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin

Podiumsgespräch mit: Prof. Dr. Dieter Pohl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Dr. Andrej Umansky, Universität zu Köln
Moderation: Dr. Jörg Morré, Museum Berlin-Karlshorst

Die 6. Armee stand auf dem südlichen Flügel der gewaltigen deutschen Streitmacht, die im Juni 1941 die Sowjetunion überfiel. In einem Jahr zog sie quer durch die Ukraine, bis die Entscheidung fiel, die wichtige Industriestadt Stalingrad anzugreifen. Voller Überzeugung stellte sich das Oberkommando der 6. Armee wissentlich in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. In ihrem Befehlsbereich ereigneten sich die ersten Massenerschießungen an sowjetischen Juden, so auch das Massaker von Babij Jar. Soldaten der 6. Armee führten sogenannte Vergeltungsaktionen gegen Partisanen und Zivilbevölkerung durch. Die Stadt Charkow wurde ausgehungert. Eine Schneise der Vernichtung hinter sich lassend, bahnte sich die 6. Armee den Weg bis an die Wolga.

Anmeldungen bitte an: anmeldungen@volksbund.de

»GEGEN DAS VERGESSEN« – AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
9. November 2017, 17:30 Uhr, Gelände der Sophienkirche Berlin-Mitte, Große Hamburger Straße 29-30, 10115 Berlin

Am 9. November 2017 wird die internationale Fotoinstal­lation GEGEN DAS VERGESSEN des deutsch-italienischen Künstlers Luigi Toscano mit großformatigen Porträts von Überlebenden der NS-Verfolgung aus Deutschland, Israel, USA, Ukraine und Russland in Berlin eröffnet. Das einmalige erinnerungspolitische Kunst- und Kulturprojekt GEGEN DAS VERGESSEN wird bis zum 26. November 2017 auf dem Gelände der Sophienkirche in Berlin-Mitte gezeigt. Dies ist die fünfte internationale Station von GEGEN DAS VERGESSEN.

Die in ihrer Form einzigartige Installation mit überlebens­großen Porträtfotos wird an einem öffentlichen Ort im Herzen Berlins präsentiert. Kleine Informationstafeln, eine App sowie ein Dokumentarfilm ergänzen die Ausstellung. Die Überlebenden sind die Gesichter und Stimmen der Erinnerungskultur. Sie haben die Macht, Menschen zu erreichen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildung – und zu sensibilisieren für ausgrenzende Tendenzen heute.

Protagonist Horst Sommerfeld, der von Berlin aus nach Auschwitz deportiert wurde, sagt über GEGEN DAS VERGESSEN: „Ich bin euch so dankbar, dass ihr euch dieser so wichtigen Sache verschrieben habt und mit Luigis Bildern gegen das Vergessen arbeitet. Von uns wird in nicht allzu langer Zeit keiner mehr davon sprechen können. Umso wichtiger ist es, junge Stimmen für uns zu haben.“

An die Ausstellungseröffnung schließt sich eine Gedenkveranstaltung und ein stiller Gedenkzug durch die Nachbarschaft an.

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gehört neben der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« zu den 12 Unterstützern des Projekts.

Weitere Informationen unter: www.gdv-2015.de oder 01709813367

»ES GIBT KEIN VERZEIHEN ODER GAR VERGEBUNG …« – ZEITZEUGENGESPRÄCH MIT LEON ›HENRY‹ SCHWARZBAUM UND ANNE WILL
16. November 2017, 18 Uhr, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

Leon ›Henry‹ Schwarzbaum (*1921) stammt aus Hamburg und zog im Alter von zwei Jahren mit seiner polnisch-jüdischen Familie in das oberschlesische Bendzin. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im September 1939 mussten die Schwarzbaums in das Ghetto ziehen und Zwangsarbeit leisten. Leon floh 1943, wurde jedoch festgenommen und nach Auschwitz deportiert. Dort war er Zeuge, wie SS-Angehörige in der Nacht auf den 3. August 1944 die fast 3.000 verbliebenen Sinti und Roma ermordeten. Im Januar 1945 wurde er in die Lager Buchenwald, Haselhorst in Berlin-Siemensstadt und Sachsenhausen verschleppt. Im April 1945 trieb die SS ihn auf einen Todesmarsch, bis amerikanische Soldaten Leon Schwarzbaum und seine Leidensgenossen kurz vor Schwerin befreiten. Er lebt in Berlin.

PROGRAMM
Begrüßung
Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Grußwort
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Gespräch
Leon Schwarzbaum und Anne Will

Anmeldung bitte bis 15. November 2017 unter veranstaltungen [at] stiftung-denkmal.de

»ZERSTÖRTE KINDHEIT UND JUGEND. MEIN LEBEN UND ÜBERLEBEN IN BERLIN« VON REGINA STEINITZ – LESUNG ZUM BUNDESWEITEN VORLESETAG DER STIFTUNG LESEN
17. November 2017, 11 Uhr, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

Am 17. November 2017 um 11 Uhr lädt die Szloma-Albam-Stiftung zusammen mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und der Stiftung Denkmal zu einer Veranstaltung im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetages der Stiftung Lesen ein, gut geeignet für Schulklassen ab Jahrgang 7. Die Schauspielerin Birge Schade liest aus den Lebenserinnerungen der Berliner Jüdin Regina Steinitz, die in der Zeitzeugenreihe der Stiftung Denkmal erschienen sind. Ins historische Bild gesetzt wird die Lesung von der Mit-Autorin des Buches, Regina Scheer, die den Jugendlichen die Situation und die historischen Zusammenhänge näherbringt.

Um eine Anmeldung zur Veranstaltung über das Büro der Szloma-Albam-Stiftung (buero@szloma-albam-stiftung.de) bis zum 7. November 2017 wird gebeten.

»WENDEPUNKT STALINGRAD« – PODIUMSGESPRÄCH IM RAHMEN DER VERANSTALTUNGSREIHE »75 JAHRE SCHLACHT VON STALINGRAD« (2017/18)
21. November 2017, 19 Uhr, Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin

Podiumsgespräch mit: Prof. Dr. Sönke Neitzel, Universität Potsdam, Prof. Dr. Roman Boldyrev, Universität Archangelsk
Moderation: Uwe Neumärker, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

In der Wahrnehmung der Schlacht von Stalingrad klaffen Expertenwissen und öffentliche Wahrnehmung auseinander. Damals wie heute wussten Militärexperten, dass sich die Wehrmacht ab 1942 in einem Stellungskrieg befand, der von ihr kaum zu gewinnen war. In der deutschen Bevölkerung aber kam erst mit der verlorenen Schlacht von Stalingrad ein Gefühl von Niederlage auf. Und selbst das konnte noch lange Zeit verdrängt werden. Umgekehrt schöpfte die sowjetische Bevölkerung mit dem Sieg der Roten Armee an der Wolga erstmals Hoffnung. Sehr schnell wurde auf beiden Seiten der Begriff der »Entscheidungsschlacht« geprägt. Es ist bis heute eine populäre Vorstellung, der Krieg gegen die Sowjetunion habe erst durch die Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad eine andere Wendung erhalten.

Anmeldungen bitte an: anmeldungen@volksbund.de

»EVERYDAY IS ROMADAY! DIALOG MIT POLITIK, BEHÖRDEN UND BILDUNGSEINRICHTUNGEN IN DEUTSCHLAND« – KONFERENZ
22. November 2017, 12 bis 20 Uhr, Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin

Anlässlich des fünften Jahrestages der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas lädt das Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas zur Konferenz »Every Day is Romaday! Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen« am 22. November 2017 nach Berlin ein. Auch 2017 erlebt Europas größte Minderheit hierzulande Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung in allen Lebensbereichen. Antiziganismus ist Alltag. Die Konferenz »Every Day is Romaday!« analysiert, was getan werden kann, um Chancengleichheit herzustellen und die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure zu stärken. Lernen aus der Praxis – bundesweit gegen Antiziganismus! Präsentiert werden Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, die die gleichberechtigte Teilhabe von Roma und Sinti fördern. Weiterer Handlungsbedarf in den Bereichen Arbeit, Bildung, Soziales und Wohnen sowie Antidiskriminierung wird aufgezeigt. Bei der Abschlussdiskussion soll eine Erklärung mit Forderungen zur Gleichstellung von Sinti und Roma an die neue Bundesregierung übergeben werden.

 

Ihre Teilnahme ist ausschließlich mit Anmeldung bis zum 17. November 2017 auf der Websitewww.5jahreromadenkmal.demöglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher bitten wir um Verständnis, sollten nicht alle Programmwünsche erfüllt werden können.

 

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stiftung Denkmal für die
ermordeten Juden Europas
Georgenstraße 23
10117 Berlin

Tel. +49(0)30 – 26 39 43 – 26
Fax +49(0)30 – 26 39 43 – 20
www.stiftung-denkmal.de
https://www.facebook.com/StiftungDenkmal
presse@stiftung-denkmal.de

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der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas finden Sie unter:

 

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