Die vielen sicher bekannte Fernsehmoderatorin und Filmemacherin Mo Asumang wird am Mittwoch, den 29. November 2017 um 19.00 Uhr aus ihrem Buch
„Mo und die Arier – allein unter Rassisten und Neonazis“ lesen und über ihren Umgang mit Menschen berichten, die sie hassen. Mo Asumang steht anschließend für ein Gespräch zur Verfügung.
Zum Inhalt:
Die Morddrohung einer Neonazi-Band versetzt die Moderatorin Mo Asumang zunächst in Angst und Schrecken. Doch das Gefühl der Ohnmacht weist sie von sich und entscheidet sich für die Konfrontation mit denen, die sie anfeinden. Sie wagt ein spektakuläres, sehr persönliches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern – unter 3000 Neonazis auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Und sie reist zu den »echten« Ariern in den Iran.
Mit ihren Fragen entlarvt sie die Rassisten und zeigt die Widersprüchlichkeit rechtsextremer Weltbilder und die Absurdität einer ideologischen Menschenverachtung auf. Mo Asumang sucht nach Gründen, die Menschen dazu bewegen, in die rechtsradikale Szene einzusteigen. Sie trifft sich mit Aussteigern und fragt nach dem dahinterstehenden Menschenbild. Ihr Buch gibt einen bestürzenden Blick in die rechte Szene und ist zugleich ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, wie man die eigene Angst überwinden und sich zur Wehr setzen kann.
Mo Asumang, 1963 als Kind einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geboren, wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin (»Liebe Sünde«). Seitdem arbeitet Asumang als Moderatorin, Filmemacherin (»Roots Germania« und »Die Arier«, beide Grimme-Preis nominiert), Dozentin und Schauspielerin.

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