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Lettre d’information | Newsletter – International Tracing Service Bad Arolsen – Dezember 2017

Bad Arolsen, 14. Dezember 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

vor zehn Jahren hat der International Tracing Service (ITS) den Zugang zum Archiv geöffnet. Inzwischen ist viel passiert. Wichtige Stationen waren die Auszeichnung als Weltdokumentenerbe 2013 und die Onlinestellung der ersten Bestände 2015.

Lange Jahre war das Archiv mit seinen bedeutenden Dokumentenbeständen der Öffentlichkeit kaum bekannt. Der ITS stellte NS-Verfolgten Bescheinigungen für Entschädigungen oder Renten aus, informierte über Verfolgungswege und suchte nach Verwandten. Das waren und sind bis heute sehr wichtige Aufgaben. Doch bis 2007 blieb das große Potenzial für Forschung, Bildung und Gedenken weitgehend ungenutzt.

Weil die Archivöffnung ein großer Meilenstein war, widmet sich dieser Newsletter diesem Thema. Wir haben einige Interviews geführt, die verschiedene Aspekte der Archivöffnung beleuchten.

 

10 JAHRE ARCHIVÖFFNUNG

Am 28. November 2007 öffnete der ITS sein fast 25 Jahre lang für die Öffentlichkeit geschlossenes Archiv erneut und endgültig für Forscher und Besucher. Eingeleitet wurde die Öffnung von vehementen internationalen Protesten aus Wissenschaft, Politik und auch von NS-Verfolgten, die den Zugang zu den wertvollen historischen Dokumenten forderten.

INTERVIEWS

Starke Argumente für die Archivöffnung

Aharon Leshno-Yaar war 2004 und 2014 Vorsitzender des Internationalen Ausschusses. Er hat den ITS in der spannenden Phase der Archivöffnung begleitet. Seit 2016 ist Aharon Leshno-Yaar israelischer Botschafter bei der Europäischen Union und der Nato.

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„Viel stärker im Bewusstsein“

Arbeit und Bedeutung des ITS waren vielen Menschen in Bad Arolsen nicht bekannt. Das änderte sich vor zehn Jahren, als das Archiv geöffnet wurde. Heute gibt es ein breites öffentliches Interesse, berichtet Bürgermeister Jürgen van der Horst im Interview.

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Wichtiger Teil des Erbes Europas

Roland Jahn ist seit 2011 Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Digitalisierung, Einsicht in die Dokumente, Unterstützung wissenschaftlicher Projekte und pädagogische Angebote: Viele Aufgaben der BStU sind auch Aufgaben des International Tracing Service.

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„Alles war anfangs provisorisch“

Wer waren die ersten Besucher und wie hat der ITS den Wandel organisiert? Nicole Dominicus ist heute Leiterin der Archivverwaltung. Bei der Archivöffnung 2007 war sie zuständig für Archivanfragen und Besucherbetreuung. Sie berichtet über die Zeit nach der Öffnung.

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Nichts aus der Zeit der Shoah und davor

René Manu, Sohn eines Shoah-Überlebenden, stellte zwei Anfragen an den ITS. 1998 erhielt er nur knappe Antworten. Erst 17 Jahre später konnte er wie gewünscht die Originaldokumente sehen und Kopien mit nach Hause nehmen.

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Auswirkungen auf Erforschung der Epoche

Der britische Historiker Sir Ian Kershaw forschte 2009 beim ITS für sein Buch „Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45“. Damals sagte er: „Die Existenz des Suchdienstes war mir zwar bewusst, aber der ITS war in dem Sinne nie ein Archiv und auch nicht offen für die Forschung. Es ist unglaublich, was hier im Archiv alles liegt.“

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