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Lettre d’information | Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Am Mittwoch, den 22. März 2017 wird der Historiker Dr. Jörg Osterloh zum Thema 

„Kriegsgefangene der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Bestimmungen des Kriegsvölkerrechts und Praxis der deutschen Kriegsgefangenenpolitik referieren

Mit dem Überfall auf Polen entfesselte Deutschland im September 1939 den Zweiten Weltkrieg. Die zunächst anscheinend unaufhaltsam vorrückende Wehrmacht nahm bis zur Kriegswende in Stalingrad Anfang 1943 Millionen von Kombattanten gefangen; so mussten beispielsweise rund 400.000 polnische Soldaten, 1,9 Millionen Franzosen sowie zwischen 5,35 und 6 Millionen Soldaten der Roten Armee den Gang in deutsche Gefangenschaft antreten. Von den sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand kamen zwischen 2,5 und 3,3 Millionen ums Leben. Dieses Massensterben lässt sich freilich nicht mit den „normalen“ Notständen während des Krieges erklären.

Der Vortrag soll einen Überblick über die Kriegsgefangenenpolitik der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg geben. Die Genese der völkerrechtlichen Rahmenbedingungen soll ebenso beleuchtet werden, wie die Frage, inwieweit völkerrechtliche Vorschriften beachtet wurden. Während die Gefangenen der Jahre 1939 und 1940 (vor allem Polen, Franzosen, Holländer und Belgier, aber auch Briten) nur kurz angesprochen werden sollen, gilt das Hauptaugenmerk den sowjetischen Kriegsgefangenen und den Gefangeneneinrichtungen, in denen die Wehrmacht diese im Reichsgebiet unterbrachte.


Klicken sie hier zum Download des Veranstaltungskalender der Gedenkstätte und Museum Trutzhain (Mai-Juli)

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