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Lettre d’information | ITS Newsletter September 2017

 

Bad Arolsen, 2. Oktober 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Januar 2017 konnte der International Tracing Service (ITS) 62 persönliche Gegenstände an Familien ehemaliger NS-Verfolgter zurückgeben. Die Angehörigen wohnen in Polen, den Niederlanden, Frankreich oder Deutschland. Die sogenannten Effekten haben einen immensen emotionalen Wert für die Familien. Im Online-Archiv des ITS sind Fotos der Gegenstände veröffentlicht. In unserem Newsletter berichten wir heute über drei Rückgaben, die kürzlich in Polen und Deutschland stattgefunden haben.

 

RÜCKGABE VON EFFEKTEN

In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Stutthof

Am 2. September 1939, nur einen Tag nach dem Überfall auf Polen und dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, eröffneten die Nationalsozialisten das Konzentrationslager Stutthof, 37 Kilometer östlich von Danzig. 78 Jahre später konnte der ITS der Familie eines ehemaligen Häftlings nun seine persönlichen Gegenstände überreichen. Die Rückgabe war dank der Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Stutthof möglich.

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„Er wurde ein realer Mensch“

Ursprünglich hatte Titia Vuyk nur um Informationen über den Verfolgungsweg ihres Großvaters Jan Hendrik Olivier Bosdriesz gebeten. Doch bei den Recherchen im Archiv des ITS stellte sich heraus, dass auch persönliche Gegenstände vorhanden sind. Und so machten sich zwei Generationen und fünf Familienmitglieder persönlich auf den Weg, um diese nach Hause zu holen.

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Unerwarteter Anruf aus Arolsen

Miroslaw Wozniewicz ist der Sohn eines Überlebenden des Konzentrationslagers Neuengamme. Jetzt erhielt er die persönlichen Gegenstände seines Vaters zurück, die einst in der Effektenkammer des KZ verwahrt worden waren. Malgorzata Przybyla, Mitarbeiterin des ITS, besuchte die polnische Familie in Jeziora Wielkie bei Bydgoszcz. Der polnische TV-Sender TVN begleitete die Effektenübergabe.

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AKTUELLES

Flucht aus Prag
Die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Markéta Ledererová möchte ihre Tochter Dascha Sekeris-Abelman erzählen. Die Spurensuche führte die Niederländerin, begleitet von Tochter Jindra Bausewein-Sekeris und Nichte Françoise de Gooijer-van Aalsburg sowie dem Dokumentarfilmer Joshua van’t Hoff, auch zum ITS.

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Der Mord an August Dickmann
Am 15. September 1939 ließ das Nazi-Regime erstmals einen Wehrdienstverweigerer hinrichten. Die SS erschoss den 29-jährigen August Dickmann, der als Zeuge Jehovas im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war. Dickmann hatte aus Glaubensgründen die Unterschrift auf seinem Wehrpass verweigert.

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TERMINE

4. Oktober 2017 / 14.00 Uhr

Präsentation für Besucherinnen und Besucher beim ITS in Bad Arolsen über die Aufgaben und Geschichte des ITS, die Dokumentenbestände sowie Einzelschicksale.

 

6. Oktober 2017

„Archiv und Pädagogik des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen » – Vortrag von Elisabeth Schwabauer, Referat Pädagogik und Bildung beim ITS, während des Workshops „Geschichte des Nationalsozialismus und Tragödie des Holocaust. Erinnerungskultur in Deutschland.“ im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin.

10. bis 12. Oktober 2017

Rechercheseminar „Einführung in die Archivbestände des International Tracing Service (ITS) und in die Recherche im Digitalen Archiv des ITS“ veranstaltet vom Jack, Joseph and Morton Mandel Center for Advanced Holocaust Studies am United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) und dem ITS in Bad Arolsen.

bis 22. Oktober 2017

Die DP-Ausstellung „Wohin sollten wir nach der Befreiung?“ des ITS wird im Museum Schloss Fechenbach, Dieburg, gezeigt.

24. Oktober 2017

Fortbildung „Displaced Persons im Geschichtsunterricht » organisiert von der Gedenkstätte und des Museums Trutzhain und dem ITS in Schwalmstadt-Trutzhain.

26. Oktober 2017

Christian Groh, Leiter ITS-Archiv, hält einen Vortrag zum Thema „Das Archiv des International Tracing Service in der digitalen Welt. Aufgaben und Herausforderungen.“ im Christian Daniel Rauch-Museum in Bad Arolsen.


SERVICES

 

Jahrbuch 2017

Das Jahrbuch Rebuilding Lives – Child Survivors and DP Children in the Aftermath of the Holocaust and Forced Labor kann ab sofort beim Wallstein Verlag bestellt werden.

 

Laufende Updates

Für aktuelle Meldungen folgen Sie uns bitte auch auf Facebook und Twitter.

 


Der ITS wird gefördert durch:

 

INTERNATIONAL TRACING SERVICE (ITS)
Große Allee 5-9
34454 Bad Arolsen
Deutschland

Pressestelle: communications@its-arolsen.org
Tel: +49 5691 62 91 16 | Fax: +49 5691 62 95 01
Internet: www.its-arolsen.org

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