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Actualités, Conférence

Einladung I Veranstaltungen Stiftung Denkmal I Juni / Juli 2018

Die Stiftung  Denkmal für die ermordeten Juden Europas lädt Sie zu folgenden Veranstaltungen im Juni und Juli ein:

14. Juni 2018
, 18 Uhr, Ausstellungseröffnung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki – Dzieje Żydów nad Odrą«
21. Juni 2018, 19 Uhr, Stieftöchter der NS-Aufarbeitung: Neue Forschungsperspektiven zur Verfolgungsgeschichte von Lesben 1933–1945
26. Juni 2018, 18 Uhr, Verbrannte Dörfer im Osten Europas
28. Juni 2018, 19.30 Uhr, 10 Jahre Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen – Lesung von Biografien Schwuler, Lesben und Trans*
03. Juli 2018, 19 Uhr, Ausstellungseröffnung »Aktion Reinhardt«. Sie kamen aus dem Ghetto und gingen ins Unbekannte

Mehr Informationen zur Veranstaltung:

Ausstellungseröffnung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki – Dzieje Żydów nad Odrą«
14. Juni 2018, 18 Uhr, Jüdisches Kultur- und Bildungszentrum in der Synagoge zum Weißen Storch, ul. Pawła Włodkowica 7, 50-072 Wrocław, Polen

Die Landschaft an der Oder mit ihren wechselnden herrschaftlichen und nationalen Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte ein Begegnungsraum. Hier kreuzten sich auch die deutsch-jüdische und die polnisch-jüdische Kultur. In der Neuzeit bedrohte der Nationalismus, gepaart mit dem Antisemitismus, diese kulturelle Vielfalt an Oder, Obra und Warthe. Der Nationalsozialismus zerstörte sie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weite Abschnitte der Oder zur deutsch-polnischen Grenze und die deutsche Bevölkerung aus den Regionen östlich des Flusses vertrieben. Polen fanden hier eine neue Heimat und für kurze Zeit schien es, dass in Niederschlesien und Pommern jüdisches Leben heimisch werden könnte. Mehrere Zehntausend polnisch-jüdische Holocaustüberlebende siedelten sich hier an, doch die meisten wanderten bis Ende der 1960er Jahre wieder aus. Die jahrhundertelange Anwesenheit von Juden an der Oder fiel dem Vergessen anheim, ihre Spuren wurden oft zerstört.
Die Ausstellung widmet sich Momenten der jüdischen Geschichte beiderseits der Oder. Sie will zum Nachdenken und zum Gespräch zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Region anregen. Sie ist zugleich eine Einladung zur Neuentdeckung des deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbes dieser Landschaft.

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa und die Bente-Kahan-Stiftung laden zur Eröffnung der deutsch-polnischen Ausstellung »Im Fluss der Zeit – Jüdisches Leben an der Oder« / »Z biegiem rzeki – Dzieje Żydów nad Odrą« am 14. Juni 2018 um 18 Uhr in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław ein. Die Ausstellung wird vom 15. Juni bis 30. August 2018 in der Synagoge zum Weißen Storch in Breslau/Wrocław zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist ein Beitrag des Kulturforums zum Europäischen Kulturerbejahr 2018. Sie wurde realisiert in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V., der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Universität Breslau, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, dem Verein »Terra Incognita«, dem Museum des Meseritzer Landes und der Bente-Kahan-Stiftung.

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Stieftöchter der NS-Aufarbeitung: Neue Forschungsperspektiven zur Verfolgungsgeschichte von Lesben 1933 –1945
21. Juni 2018, 19 Uhr Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Die Verfolgung lesbischer Frauen durch die Nationalsozialisten wird bis heute von manchen Historikern bestritten, vor allem wird sie als Thema in der Öffentlichkeit ausgeblendet. Anlässlich des zehnten Jahrestags der Einweihung des Denkmals für die verfolgten Homosexuellen fasst die Historikerin Anna Hájková neuere Forschungen zusammen und erläutert, wie prekär das Leben lesbischer Frauen im Dritten Reich war. Lesben wurden doppelt ausgegrenzt: als Frauen und als Homosexuelle. Ulrike Janz zeigt auf, wie sich die Verfolgung in der Häftlingsgesellschaft der Konzentrationslager fortsetzte.

Programm

Begrüßung
Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Vorträge
Dr. Anna Hájková, University of Warwick
Ulrike Janz, Beginenhof Dortmund

Podiumsdiskussion
Dr. Anna Hájková, Ulrike Janz, Dr. Matthias Heyl, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Moderation
Dr. Birgit Bosold, Schwules Museum, Berlin

Um Anmeldung bis 20. Juni 2018 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten.

Zur Veranstaltung in den Ort der Information laden Schwules Museum und Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemeinsam ein.

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Verbrannte Dörfer im Osten Europas
26. Juni 2018, 18 Uhr, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Vergessene Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges

Am 22. März 1943 wurden 149 Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Chatyn bei Minsk von einer SS-Einheit in einer Scheune zusammengetrieben und ermordet. Der Name Chatyn und das Datum seiner Zerstörung stehen heute stellvertretend für tausende im Zusammenhang des deutschen Vernichtungskrieges vor allem in Belarus »verbrannte Dörfer«. Auch im besetzten Polen und der Ukraine wurden hunderte Dörfer von Wehrmacht, SS und Polizei zerstört. 2018 jährt sich das Datum der Zerstörung Chatyns zum 75. Mal. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, diesen Komplex nationalsozialistischer Verbrechen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Gleichzeitig wollen wir weitere und neue Möglichkeiten des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus diskutieren.

Podiumsdiskussion 26. Juni 2018, 18 Uhr
Die »vergessenen« Opfer des Nationalsozialismus – Wie erinnern?
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Die Stiftung Denkmal mit dem Projekt »Erinnerung bewahren« und die Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-»Lebensraum«-Politik stellen ihre Gedenkprojekte vor und diskutieren mit Berliner Studierenden über Konzeptionen zeitgemäßer Erinnerungskultur.
Anmeldung erbeten: info@gedenkort-lebensraumpolitik.de

Veranstalter: KONTAKTE-KONTAKTbI, Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik

Mit Unterstützung von: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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10 JAHRE DENKMAL FÜR DIE IM NATIONALSOZIALISMUS VERFOLGTEN HOMOSEXUELLEN – LESUNG VON BIOGRAFIEN SCHWULER, LESBEN UND TRANS*
28. Juni 2018, 19.30 Uhr, Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Straße 2, 13086 Berlin

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen an die Öffentlichkeit lesen Prominente Verfolgungsgeschichten Schwuler, Lesben und Trans*. Die Lesung wird veranstaltet von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

PROGRAMM

Begrüßung
Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, Bürgermeister von Berlin

Lesung

Claudia Roth, Günter Dworek, Lala Süsskind, Sabin Tambrea, Marianne Rosenberg, Klaus Lederer, Petra Michalski, Uwe Neumärker, Linn Sanders, Daniel Baranowski, Alice Dwyer, Hamze Bytyçi, Katarina Barley, Heinz Weichenberger

Musikalische Umrahmung
Andrej Hermlin and his Swing Dance Band, Solist David Hermlin


Um
Anmeldung bis 25. Juni 2018 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten. Einlass ab 18.30 Uhr, Eintritt frei!

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AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG »AKTION REINHARDT«. SIE KAMEN AUS DEM GHETTO UND GINGEN INS UNBEKANNTE
3. Juli 2018, 19 Uhr Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

»Aktion Reinhardt« ist die Tarnbezeichnung der SS für den planmäßigen  Massenmord an den polnischen Juden. Er fand zwischen Frühjahr 1942 und Herbst 1943 in den Vernichtungsstätten Belzec, Sobibor und Treblinka statt. Bis zu 1,9 Millionen Jüdinnen und Juden aus Polen und anderen Teilen Europas
sowie zahlreiche Roma und Romnija wurden überwiegend durch Motorabgase erstickt.
Die Ausstellung wurde 2013 von der Gedenkstätte Majdanek  anlässlich des 70. Jahrestages der »Aktion Reinhardt« erstellt.
Sie läuft bis zum 26. August 2018 täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr.

PROGRAMM
Begrüßung

Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort
Janusz Styczek, Gesandter der Botschaft der Republik Polen in Deutschland

Vortrag

Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Touro College Berlin

Rundgang durch die Ausstellung

Fritz Bornemeyer und Raphaela Kula

Um Anmeldung bis 28. Juni 2018 unter Tel. 030-26 39 43-0 oder  veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten.

Zur Veranstaltung laden ein die Topographie des Terrors und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Mitveranstalter sind die Botschaft der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland und Gedenkstätte und Museum Majdanek.

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